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2014/07/16 Tag 8 - Anreise Galapagos

Der heutige Tag begann mit dem Transfer nach Santa Cruz, wir verabschiedeten uns von Riccardo und Mauritio am Flughafen von Guayaquil, um elf startete unser Flieger. Wir fuhren, jetzt in einer größeren Gruppe mit einer deuschen Führerin namens Karin, binnen nur 40 km quer durch die Insel durch 3 verschiedene Zonen: Küste, trockener Wald und Regenwald.

Nach dem Beziehen der Zimmer besuchten wir den Darwin Zoo, wo der Bestand verschiedener Riesenschildkrötenarten reproduziert wird. Die Kaktusart, die ich seit über zehn Jahren im Topf ziehe, wird hier 10 m groß und bildet einen richtigen Baumstamm. Wir begegneten auch Pelikanen, weiteren bunten Vogel- und Echsenarten und sogar Seerobben.

Zum Abendessen aß Dieter eine Languste, die er noch lebend aussuchte. Wir bummelten noch gemütlich durch das doch sehr touristische Örtchen und besorgten noch einige Kleinigkeiten bevor der Tag zu Ende war.


2014/07/17 Tag 9 - Insel Santa Cruz, Puerto Ayora

Sportlich startete ich heute Früh - um 7 lief ich durch ein kleines Wäldchen zum Tortuga Bay im Süden der Insel. Die zweite Hälfte des Runs ging entlang eines weißen, um diese Zeit einsamen Sandstrandes. Ich war fast alleine dort, bis auf einige schwarze Meeresechsen, die sich in der aufgehenden Sonne auf Betriebstemperatur brachten.

Wieder im Hotel Lago del Mar, verschlang ich gierig das Frühstück. Zunächst recht unmotiviert ging ich danach mit Dieter ohne konkretes Ziel spazieren, bis 14h gab es heute kein Programm. Wir fanden jedoch sehr schnell sehr interessante Fotomotive. Auch wenn ich das Gefühl habe, ständig dasselbe zu schreiben: Wir begeneten vielen Tieren in der durch Vulkanismus geprägten Landschaft, Krabben, Echsen, Vögel, Schmetterlinge. Ich sah ständig Früchte und Blüten, die mir bis dato völlig unbekannt waren, man muss fast aufpassen dass man nicht versehentlich drauftrampelt.

Samt einer Handvoll Mitreisender enterten wir am Nachmittag das Motorboot welches uns zur Schnorchelstelle brachte. Nur wir beiden Österreicher und Isabella wagten es im leichten Regen ins warme Wasser. Wir wurden reich belohnt, man sah viele verschiedene Fische, einzelne oder im Schwarm, und viele Seeigel. Eine Seerobbe zeigte uns unbeeindruckt, wie man richtig schwimmt, auch Haifische waren anwesend. Zurück an Bord ging es weiter zu einer völlig unbewohnten, naturgeschützten kleinen Insel.

Dort zeigte uns Karin in Wildnis lebende Tiere, die meisten habe ich schon erwähnt, neu waren Wasserschildkröten, Rochen, Blaufußtölpel, Reiher und weitere Vogelarten. Ein lustiges Bild ergaben die schwarzen Wasserechsen welche wärmesuchend zu dutzenden miteinander kuschelten.

Aufgrund des Vulkanismus gibt es tiefe Gräben in der Landschaft; manche davon, wie die Bucht der Liebe, sind mit Wasser gefüllt. An einer Stelle konnte man vom Fels aus ca. 5m Höhe ins blaue Wasser springen. Dieser Gelegenheit konnte ich zur Freude unserer fotografiebegeisterten Mitreisenden nicht widerstehen. Das war die letzte Action für heute, um sechs wird es hier schlagartig dunkel weswegen wir wieder nach Puerto Ayora zurück fuhren.


2014/07/18 Tag 10 - Nordküste Santa Cruz

Unser heutiges Tagesziel war Cerro Dragon, ein spitzer Berg welcher mit viel Fantasie an einen Drachen erinnern soll. Er befindet sich an der Nordküste der Insel im trockenen Klima. Nach ca. einer Stunde Busfahrt und einer Stunde auf dem Schiff landeten wir mit dem Schlauchboot am weißen Sandstrand.

Karin führte uns einen steinigen Weg entlang vorbei an baumhohen Kakteen, derzeit blattlosen Bäumen mit weißer Rinde und stacheligen Sträuchern zu einer Aussichtsplattform. Von hier aus konnte man schön die Grenze der trockenen und nassen Vegetationszonen anhand der verschiedenen Grüntönen erkennen. Endlich sahen wir die gelbroten Riesenechsen in freier Wildbahn, trotz ihrer guten Tarnung im roten Sand und dem dichtem Unterholz.

Als wir den Sandstrand wieder erreichten, hatten wir noch Zeit zum Baden und Schnorcheln bevor wir zurück aufs Schiff gebracht wurden wo bereits ein Buffet und kühle Getränke bereitstanden. Nach dem Essen ruhten wir uns auf dem Bug in der Sonne aus bis wir wieder zurück bei den Bussen ankamen.


2014/07/19 Tag 11 - Regenwald Zone

An unserem letzten Ausflugstag hier auf den Inseln erfuhren wir einiges über die vulkanischen Aktivitäten hier in der Gegend. Mit dem Bus fuhren wir ins immergrüne, feuchte Inselinnere, wo wir die sogenannten Zwillingskrater zu sehen bekamen. Das sind eingestürzte Hohlräume unter der Oberfläche, welche einmal mit Magma gefüllt waren, unsere Exemplare waren ca. 100m im Durchmesser und etwa 50 m tief, mit allen möglichen Bäumen, Flechten und Blumen verwuchert. Es ist schwer vorstellbar, wie konträr die Flora und Fauna zur nur einige zehn Kilometer entfernten, gestern besuchten, trockenen Zone war.

Das Magma fließt durch unterirdische Kanäle aus den Hohlräumen ab; wir betraten einen solchen Kanal in Form einer einige hundert meter langen Höhle, die zwischen 5m und 70cm hoch und einige Meter breit ist. Wieder waren Dieter und ich die einzigen, für die der 70 cm Engpass kein Hindernis war. An der Oberfläche wartete unser Bus, welcher uns zu einer von wild lebenden Riesenschildkröten besiedelten Stelle brachte.

Aufgrund des nassen Wetters mit Gummistiefeln bekleidet, mussten wir nicht lange suchen. Die bis zu 250 kg schweren Reptilien mit schläfrigem Gemüt waren zahlreich versammelt, etwa 20 Tiere schliefen und fraßen dort zwischen den Kaffee- und Papayabäumen und scheinen sich im Gatsch und Unterholz sehr wohl zu fühlen. Nach dem Mittagssnack besuchten wir noch eine Aussichtsplattform in der Mitte der Insel, was jedoch durch eine schwere Wolke getrübt wurde.

Der letzte POI war der weiße Sandstrand am Tortuga Bay, wo ich mit Dieter Kanufahren ging. Den Rest des Ausflugs verbrachte ich alleine, und Dieter konnte in Ruhe fotografieren.




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