So 2015-09-20 Ankunft und Fussballmatch

Heute morgen haben wir aufgrund meiner Trödelei knapp die UBahn verpasst, mit der wir unseren Zug zum Flughafen erreichen wollten. Dafür bezahlte ich das Taxi. Am Flughafen passierte das nächste Drama: Ich hatte vergessen, meine Taschenmesser und Sonnencremes aus meinen Rucksäcken herauszunehmen und musste mich deswegen bei der Sicherheitskontrolle einem Sprengstofftest unterziehen. Verena hat die Augen verdreht.
Im Flieger schlief ich sofort ein und wachte 2 Stunden später in Barcelona auf. Wir fuhren flott mit dem Bus ins Hotel Viladomat, zogen uns um, und nahmen in der warmen Sonne sitzend Tapas und einen Drink ein.
Danach wanderten wir durch die Altstadt zum Museo Picasso, welches wir aber aufgrund des schönen Wetters und der laaaaangen Warteschlange ausließen bzw. auf einen Schlechtwettertag verschoben.
Beim bummeln durch die La Rambla kauften wir uns spontan Karten für das Spiel FC Barcelona vs. Levante am Abend. Eine tolle Entscheidung, das Stadion war gut besucht, FCB gewann 4:1, es war eine gute Stimmung dort.


Mo 2015-09-21 Tibidabo und Strand

Nach dem Frühstück fuhren wir mit der SBahn zum Fuß des Tibitabo, und wanderten etwa eine Stunde in der trockenen, doch noch recht sommerlichen Hitze auf den höchsten Punkt. Wir passierten unterwegs den markanten
Torre de Collserola und gingen weiter über viele Stufen, durch Zypressenwälder und entlang von Agaven und Kakteen zur Kirche El Sagrat Cor de Jesus, die auf der Spitze des Hügels thront.
Nach diesem Marsch, der mit einer tollen Aussicht auf dem Domturm der Kirche belohnt wurde, gingen wir wieder zurück zur Bahn und gingen im Stadzentum etwas essen. Gesättigt spazierten wir mit ein paar Bier im Rucksack an den Strand, wo wir nach dem Baden in der Sonne einschliefen.


Di 2015-09-22: Auf den Spuren Gaudis

Heute ging es früh zur Sache, wir gingen etwa 30 Minuten vom Hotel zur La Pedrera, einem 1906 von Antoni Gaudi entworfenen, aufsehenerregenden Mietshaus an der Nobelmeile Passeig de Gracia. Nachdem wir uns die Dachterrasse voller bizarr geformter Kamine und geschwungenen Verläufen eine Weile angesehen hatten, entdeckten wir erst wieviele kunstvolle Details überall verbaut wurden. Das Innenleben des Komplexes enthält auch ein Museum wo wir viel über den Werdegang, die Philosophie und die verschiedenen Werke des Architekten erfuhren.
Auch die Kathedrale Sagrada Familia, unser nächster planmäßiger Halt, wurde von Gaudi gebaut. Sie wurde nie fertiggestellt, dennoch ist sie die schönste Kirche die ich bisher kenne.
Wir waren schneller fertig als wir dachten, und marschierten zum Park Güell, einem von Gaudi gebauten Park welcher ursprünglich als Wohnanlage konzipiert wurde. Dort verbrachten wir den ganzen Nachmittag und besuchten noch Tonis private Bude bevor wir zum Strand fuhren, um uns frischen Fisch und Meeresfrüchte einzuverleiben.


Mi 2015-09-22: Picasso, gotisches Viertel, Strand

Da wir bereits am Sonntag beim vorbeigehen begriffen, welche Ausmaße die Warteschlange vor dem Picasso Museum bekommen kann, standen wir heute pünktlich zum Aufsperren vor dem Ticket Schalter. Es klappte, wir hatten keine Wartezeit, der Audioguide schilderte uns Pablos Bilder, seine Biographie und viele interessante Hintergründe.
Gut 2 Stunden später besichtigten wir das Gotische Viertel, eine von engen Gassen durchwachsene, aus ockerfarbenen Ziegelsteinen gemauerte Altstadt mit vielen Klöstern, Kirchen und kleinen Geschäften.
Wir rasteten dort kurz in der La Cathedral, bevor wir uns auf den Weg zum La Boqueria, dem bekanntesten Lebensmittelmarkt an der La Rambla machten, wo wir ein bisschen naschten und uns einige Spezialitäten ansahen.
Danach machten wir einen langen Spaziergang entlang des Strandboulevars, sahen uns einige Gebäude an und genossen das sonnige Wetter.


Do 2015-09-24: Mont Juic, Miro, Feuerwerk

An unserem letzten Tag hatten wir noch einige Dinge zu erledigen, die wir uns noch vorgenommen hatten:
Wir tranken Horchata, das ist eine recht süße und dickflüssige Mandelmilch, eher als Dessert als zum Frühstück zu empfehlen.
Danach fuhren wir zum Mont Juic, ein Hügel südwestlich der Innenstadt, wo wir nach dem Erklimmen des höchsten Punktes und einigem Schlendern das Miro Museum besuchten. Es war heute freier Eintritt, wir sahen den Werdegang des Künstlers, beginnend mit seinen frühen Werken mit konkreteren Motiven von bis hin zu seinen späten Bildern mit den sehr reduzierten, illusorischen Figuren.
Mein persönliches Tageshighlight in Form eines echten Quecksilber-Springbrunnens, erschaffen von Caldar, war auch in diesem Gebäude ausgestellt.
Wir beobachteten dass ein monströses Feuerwerk auf dem Gelände vor dem Museum vorbereitet wird, woraufhin wir beschlossen, abends wieder her zu kommen.
Den Torre Telefonica, ein markant geformter Turm, konnten wir auch aus der Nähe betrachten, dort fand ich eine fast volle 10er Fahrkarte für die Öffis. Wir beschlossen, mit dem vielen Gehen aufzuhören und fuhren fein Tapas essen und Sangria trinken.
Den krönenden Abschluss unserer Reise bildete das größte, längste und wohl teuerste Feuerwerk, das wir bisher sahen. Es knallte und blitzte im Takt der Musik, es explodierten Bomben, die Smileys an den Himmel zeichneten. Das Schauspiel dauerte so lang dass es schon langweilig wurde zuzusehen.
Anlass für die Pyrotechnik war der zufällig heute letzte Tag eines lokalen Volksfestes. In einer dichten Menschenmasse schwammen wir wieder zu Fuß zum Hotel zurück.




Ich hätte nicht gedacht dass mir diese Stadt so gut gefällt, sie ist sehr angenehm zu besuchen und kulturell wirklich vielfältig. Ich hatte ein wenig befürchtet, in eine für mich eher fade Modemetropole voller Touristenfallen und Partymeilen zu reisen, doch völlig unbegründet. Es ist hier sehr schön, man kann hier einige aufregende Tage verbringen, sehr empfehlenswert!